Marine-Regatta-Verein Stützpunkt Bielefeld e.V.




Eine Woche Ijsselmeer und Wattenmeer hatten wir uns vorgenommen, Werner Reilmann, Dieter und ich.
Das Auto wie immer vollgepackt bis unters Dach, kamen wir am Montag in Lemmer an. Um 14:00 Uhr konnten wir unser Boot übernehmen, eine Bavaria Cruiser 32 namens „Feti“. Info vom Vercharterer: Heute nicht raus aufs Ijsselmeer, 7 Bft. Na dann: Boot einräumen. Nachdem wir uns eingerichtet hatten, bezog sich der Himmel und öffnete die Schleusen. Naja, es gibt auch ein gutes Restaurant dort, da gings erstmal rein. Segeln wurde auf Morgen verschoben.


Der Dienstag sollte 5 Bft bringen, mit Böen, und immer wieder etwas Regen. Aber wass soll’s, wozu hatten wir Ölzeug? Rein da und raus durch die Schleuse ins Ijsselmeer. Das empfing uns mit kurzer Welle bis gut 1 Meter und Böen bis 7. Also zwei Reffs ins Segel und weiter. Wir gingen nach Workum, verzogen uns in einen netten kleinen Yachthafen und banden unser Boot gut fest in Erwartung des angekündigten Sturmes.
Der kam dann auch mit Spitzen bis 10 Bft. Da waren wir in Workum doch gut aufgehoben. Unter Anderem sahen wir dort eine Werft, die diese wunderschönen Holzboote baut und wartet.
Der nächste Tag sah uns wieder auf dem Ijsselmeer, Dier Welle war etwas geringer, der Wind zwar immer noch bei 5 Bft., aber gleichmäßiger geworden. Allredings waren wir uns sicher: bei diesem Wetter gehen wir nicht raus auf die Nordsee. Also segelten wir nach Enkhuizen und einen Tag später ins Markermeer, vorbei an Hoorn nach Edam. Der Yachthafen dort ist wirklich nett und sehr familiär. Unter Anderem gibt’s dort Fahrräder kostenlos, um in den Ort zu fahren. Wir machten einen Spaziergang zum Zentrum und sahen uns unter anderem den Käsemarkt an.IMG 20170913 WA0002

Am Freitag, das Wetter wurde langsam immer besser, überquerten wir das Markermeer und waren mittags in Lelystadt. Hier liegt die Batavia, der Nachbau eines Ostindienfahrers aus dem 16. Jahrhundert, voll seetüchtig. Man kann sie auch besichtigen und erleben, wie das Leben auf einem Schiff so war. Unter uns: so hätte ich nicht zur See fahren wollen...

Am Steg in Lelystadt konnten wir auch den neuen Leiterfender ausprobieren, den wir für solche Fälle besorgt haben. Erl liegt jetzt im Halhof und steht allen für die nächsten Törns zur Verfügung.
Am Nachmittag gings nach Urk. Fazit: Liegeplätze ok, Sanitäranlagen grottig, teilweise in Containern.
Sonntag: ein perfekter Tag, mit gleichmäßigem Wind bei 2 bis 3 Bft. und Sonnenschein. Wir konnten sogar mal Kaffee und Kuchen im Cockpit genießen.
Es ging mit einem großen Schlenker wieder zurück nach Lemmer, wo wir am frühen Abend eintrafen. Hier ging’s nochmal zum Abschlussessen ins Restaurant. Am Montag war dann Packen und die Bootsübergabe angesagt, schnell und problemlos. Anschließend ab nach Hause.
Aber: wir kommen wieder!
Dieter, Werner und Dietmar

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