Marine-Regatta-Verein Stützpunkt Bielefeld e.V.




...und eine Yacht im Salzwasser bewegen, hatte ich mir vorgenommen, nachdem wir im letzten Jahr auf der Ostsee waren.

Also: SKS machen. Dies muss natürlich vorbereitet werden, weil da noch etwas vorneweg kommt: Ohne SBF See kein SKS. Also angemeldet zum Unterricht beim SUB an der Uni. Die haben das sehr ordentlich gemacht, kann ich jederzeit weiter empfehlen.

Neben der Theorie (Knoten, Navigation, Wetter etc.) musste auch noch ein bisschen Praxis her: auf dem  Mittellandkanal in Lübbecke durfte ich mal wieder mit dem Motorboot rum kurven und Manöver üben. Standartablegemanöver: Eindampfen in die Vorspring. Ende November fand dort auch die Prüfung statt: erst Praxis, dann Theorie. Alle Bielefelder haben bestanden, ein Zeichen guter Ausbildung.

Ab Dezember ging es dann mit der SKS-Theorie weiter. Wiederum Bootskunde, Segeltheorie, Wetterkunde. Dazu Lichterführung sowie Signale, Fahrwassertonnen und Leuchttürme. Außerdem natürlich die Navigation. Hier wurde noch mal eine richtige Schüppe drauf gelegt: Kompasskurse berechnen inklusive Ablenkung durch Wind, Strom, Deviation u. s. w. Das Ganze auf einer Karte der Deutschen Bucht, DIN A 0. Da braucht's schon viel Platz. DieTheorieprüfung setzte sich zusammen aus 30 Fragen, frei zu beantworten, sowie einer Navigationsaufgabe: Da macht man eine Reise auf der großen Karte. Wer am Ende richtig ankommt, hat gewonnen.

Und jetzt: Praxis. Die habe ich auf Langeoog während unseres Urlaubs abgelegt, bei der Segelschule Langeoog unter Leitung von Arvid Männicke. Und da denkt man, das geht auf 'nem richtigen Schiff mit mindestens 10 m Länge? Weit gefehlt: ein 7,5 Meter langer Katamaran war mein Prüfungsboot, der passt sogar noch auf's Steinhuder Meer. Wir sind halt im Wattenmeer, da kommt das mit dem Tiefgang nicht so gut. Macht aber richtig Spaß, das Teil.

Simone M. kam noch ein paar Tage hoch und gab den Vorschoter für die Prüfung. Die fand auf Norderney statt. Und wie das eben so ist: an dem Tag so gut wie kein Wind! Also per Motor rüber nach Norderney. Dort hatten wir dann gerade genug Lüftchen, um unsere Prüfung zu fahren. Das ganze Programm: Ablegen, Boje über Bord unter Motor sowie unter Segel, Segel setzen, verschiedene Segelmanöver, Anlegen unter Motor. Der Prüfer fand's wohl ganz ok, jedenfalls habe ich jetzt einen

                                               S p o r t k ü s t e n s c h i f f e r s c h e i n ! ! !  

Und jetzt?

Im September geht's auf die Ostsee, das Boot ist schon gebucht (und es gibt sogar Leute, die mit einem Greenhorn wie mir mitsegeln wollen ;)

 

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