Marine-Regatta-Verein Stützpunkt Bielefeld e.V.




Dieses Jahr war mal wieder Zeit, einen Ostseetörn zu machen. hier ist Helmuts Bericht:

Nach einigen Jahren Pause sollte wieder ein Segeltörn von Vereinsmitgliedern durchgeführt werden. Die Crew war innerhalb weniger Tage festgelegt. Werner Riehl, Werner Reilmann, Wolfgang Horst, Dietmar Pöhl meldeten sich bei mir an und ich konnte eine Yacht bei dem Charterzentrum in Heiligenhafen schon im Dezember 2012 fest buchen. Leider musste Wolfgang Horst kurz vor Antritt des Törns aus beruflichen Gründen absagen.
Als Vorhut machten sich Werner Reilmann und ich bereits am Freitag, 24.05.2013 auf den Weg nach Heiligenhafen um die Yacht „EVITA“, eine Beneteau 39, abends nach 22.00 Uhr übernehmen zu können.

Es blieb vorher Zeit genug, Bekannte in Gothmund (ein Stadtteil von Lübeck) zu besuchen. Dieser Ort hat seinen ganz besonderen Reiz. Er besteht aus zumeist Reetgedeckten Häusern, in denen einst 18 Fischer-Familien wohnten. Nur ein Fußweg trennt die Häuser von den Grundstücken, die direkten Zugang zu dem kleinen Hafen bieten.
Werner und ich erreichten gegen 18.30 h Heiligenhafen, konnten aber trotz mehrfacher Versuche im Charterzentrum nicht erreichen vor 22.00 h an Bord zu gehen. Stattdessen gab’s erst mal Fisch. Die offizielle Übergabe der Yacht erfolgte sehr spät und erst gegen Mitternacht konnten wir in unsere Kojen kriechen.
Am nächsten Vormittag trafen Werner Riehl und Dietmar ein und wir konnten gemeinsam frühstücken.
Der Regen hörte nicht auf und außer über den möglichen Verlauf des Törns zu sprechen passierte an diesem Tag nicht mehr viel hinsichtlich des eigentlichen Vorhabens. Am Nachmittag hörte es auf zu regnen. Wir flanierten ein wenig durch Heiligenhafen und gönnten uns ein Abendessen, es gab Fisch.
Aber am nächsten Morgen (Sonntag) konnten wir auch von dem andauernden Regen nicht davon abgehalten werden, abzulegen und Richtung Kühlungsborn zu segeln. Bei nördlichem Wind um 5, der sich später bis auf 3 abschwächte, konnten wir nach 32 sm in der neuen, jetzt fertig gestellten Marina um 16.50 h festmachen. Abendessen wurde in einem Restaurant, direkt am Hafen gelegen, eingenommen. Auch hier stand Fisch auf der Karte.
Nachdem wir am Montag das Frühstück an Deck genießen konnten, brachen wir gegen 9.40 h auf, um uns auf den Weg von Kühlungsborn nach Wismar zu machen. Bei Sonnenschein und Wind NO 3 segelten wir bis zur Tonne, die das Fahrwasser nach Wismar markiert. Unter Motor erreichten wir nach 1,5 Std. den Westhafen. Eine Stadtbesichtigung vor und nach dem Essen im Restaurant „Alter Schwede“, am Marktplatz gelegen, rundete den Tag ab.
Am Dienstag legten wir um 9.15 h in Wismar ab und liefen wieder unter Motor zur Tonne 13. Danach ging es bei nördlichem Wind, etwas Sonne, aber ohne Regen in westliche Richtung nach Travemünde. Im Passathafen konnten wir direkt am Steg vor dem Hafenmeisterbüro um 15.30 h festmachen. Es folgte ein Spaziergang an der Vorderreihe entlang bis zum Fischereihafen und zum Abendessen (wieder Fisch) trafen wir in der „Kajüte“ ein.
Nachdem der inzwischen einsetzende Starkregen nachgelassen hatte gingen wir zurück an Bord. Werner Reilmann und ich unternahmen noch einen Spaziergang am Strand entlang bis zur ehemaligen deutsch-deutschen Grenze am Priwall.
Am nächsten Morgen legten wir um 9.45 h ab und liefen bei Wind aus Nord-Ost mit Stärke 2-3, später 4 bis 5 in Richtung Fehmarn und legten nach 36 sm um 18.00 h in Burg-Tiefe an. Den Abend verbrachten wir an Bord und konnten einen wunderschönen Sonnenuntergang beobachten.

  

Unser letzter Segeltag begann wieder um 9.45 h zur Umrundung der Insel Fehmarn. Bei gutem Wetter und Wind NO 3 segelten wir 40 sm und konnten am Nachmittag sogar Schweinswale beobachten, die um unser Boot spielten. Um 18.00 h machten wir im „Heimathafen“ Heiligenhafen fest. Natürlich stand wieder Fisch auf dem Speiseplan.

Freitag war Hafentag und wurde ausgefüllt mit Aufräumen, Packen und Übergabe der Yacht an das Charterzentrum.
Um 11.00 h machten wir uns auf den Rückweg auf überfüllten Autobahnen, aber glücklich und zufrieden nach dieser wunderschönen Segelwoche.

 

Helmut

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